Das Unternehmensleitbild „Aus Verantwortung für die Natur“ ergibt sich aus dem Selbstverständnis der Blaser Group und unserer besonderen Verbindung zur Natur. Wir entwickeln und produzieren hochwertige Ausrüstung für einzigartige Naturerlebnisse und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz der Natur bei. Denn die Jagd war und ist bestimmender Faktor für die Entwicklung des Menschen und leistet einen wichtigen Beitrag für die Zukunft. Sie ist aktiver Naturschutz, vermittelt Wissen an die nächste Generation und liefert gleichzeitig natürliche Lebensmittel. Die Jagd zeichnet zudem ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen aus. Für uns ist daher die Verantwortung für die Natur, Orientierung, Motivation und Inspiration für unser Handeln gleichermaßen.
Klima
Unser Ziel ist es, Treibhausgas-Emissionen langfristig zu reduzieren und möglichst vollständig zu vermeiden. Seit 2020 erstellen wir dafür eine CO₂-Bilanz, die Ansatzpunkte aufzeigt und unsere Klimaschutzmaßnahmen messbar macht. Bis 2045 wollen wir durch konkretes Handeln, also durch nachhaltige Investitionen, optimierte Prozesse sowie den Einsatz und die Erforschung alternativer Rohstoffe, klimaneutral agieren. Bewusst verzichten wir auf den Ausgleich über Zertifikate, da dies oft den Eindruck von Greenwashing erweckt. Stattdessen unterstützen wir Projekte, die wir direkt beeinflussen können und die uns am Herzen liegen – etwa das langfristig angelegte Nashorn-Schutzprogramm in Namibia. Das dafür eingesetzte Budget übersteigt die Kosten klassischer Klimazertifikate deutlich.
Biodiversität
Gemeinsam mit unseren Kunden leisten wir einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Jäger unterstützen die Ziele der europäischen Biodiversitätsstrategie 2030, die invasive Arten als eine Hauptursache für den Artenverlust benennt. Bei Waschbär oder Grauhörnchen sind Jäger in Europa bereits heute aktiv und schützen heimische Tierarten. Gleichzeitig fördern Jäger das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und die Bedeutung von Ruhezonen für das Wild. Davon profitieren auch nichtjagdbare Arten.
Gemeinsam Großes bewegen. Dank unseren Mitarbeitern sind wir international erfolgreich und regional verankert. Sie bringen sich tagtäglich ein und erreichen aus Überzeugung gemeinsame Ziele. Wir fördern dieses Engagement mit zahlreichen Maßnahmen wie beispielsweise Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, einer positiven Work-Life-Balance und einem umfangreichen betrieblichen Gesundheitsmanagement, #BlaserCare. Auch regional übernehmen wir Verantwortung, etwa durch eine hohe Ausbildungsquote oder unser Engagement bei der Bürgerstiftung Isny.
Wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung sind feste Bestandteile unserer Philosophie. Nur durch verantwortungsvolles Agieren können wir langfristig zum Erhalt unserer Umwelt beitragen. Persönliche Integrität und die Einhaltung aller Gesetze haben dabei höchsten Stellenwert – für Geschäftsführung und Mitarbeiter gleichermaßen. Zur frühzeitigen Erkennung von Verstößen gibt es ein Whistleblower-System, über das Hinweise vertraulich und anonym eingereicht werden können.
Das Wildtiermanagement auf der Sney Rivier Lodge in Namibia umfasst Maßnahmen wie Fütterung in Dürrezeiten oder die Auswilderung gestohlener Pangoline gemeinsam mit der Pangolin Conservation and Research Foundation. Den größten Einsatz erfordert jedoch seit Jahren der Schutz der Breitmaulnashörner, die dort seit 2008 leben. „Damit wollen wir zum Erhalt dieser Art beitragen“, sagt Lodge-Manager Conway Volek. Der Schutz ist mit hohem finanziellem Aufwand und gefährlichen Einsätzen für die Wildhüter verbunden. Als wirksamste Schutzmaßnahme gilt das Enthornen. Bei diesem Verfahren werden die Nashörner von einem Tierarzt betäubt, das Horn abgeschnitten und anschließend geglättet. „Das ist für das Nashorn nicht schmerzhaft und ähnelt dem Schneiden der Nägel beim Menschen“, erklärt der Berufsjäger, „danach wächst das Horn langsam wieder nach.“ Dieses sehr aufwendige Engagement, bei dem die Nashörner mit Hubschraubern geortet werden, hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt und es wurden bereits Breitmaulnashörner an andere Naturgebiete abgegeben.
Unsere weiteren Projekte
Die Blaser Group unterstützt das Gams-Projekt des Intern. Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC). Mit Hilfe von Sendern möchten Wissenschaftler nachhaltige Managementstrategien zum Schutz der Gams und ihres alpinen Lebensraumes entwickeln.

Die Gams gerät unter Druck. Dort wo sie von den steigenden Temperaturen betroffen ist, bleiben ihr nur zwei Optionen: Sie steigt höher und gerät dort an eine wachsende Zahl von Sommertouristen, die dank der Erschließung höher gelegener Gebiete u.a. mit dem E-Bike unterwegs sind. Weicht sie nach unten aus, kommt es dort zu den bereits bekannten Konflikten im Spannungsfeld zwischen Forst und Jagd. Auf die Frage, ob ihr Bestand gefährdet ist, gibt es auch deshalb keine einfache Antwort.
Datengrundlage schaffen
Ein wichtiger Grund dafür ist die magere Datenlage. „In vielen Gebieten wissen wir gar nicht, wie viele Gämse es gibt, da dort die EU-Mitgliedsstaaten ihrer Zählverpflichtung nicht nachkommen“, sagt der Leiter der Forschung, Professor Dr. Klaus Hackländer von der BOKU University Wien. Das sei aber die Grundvoraussetzung für ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Management. Zu den säumigen Zählern gehöre auch Deutschland. „Dabei schreibt die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) ausdrücklich vor, dass die im Anhang 5 aufgeführten Wildtierarten, zu denen auch die Gams gehört, nur gemanagt werden dürfen, wenn sichergestellt ist, dass durch dieses Management der günstige Erhaltungszustand des Bestandes nicht gefährdet ist“, führt der Wildtierbiologe, der auch Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ist, aus. Doch ohne genaue Bestandszahlen ist das naturgemäß schwierig.
Genau hier setzt das auf drei Jahre angelegte CIC-Forschungsprojekt an, bei dem neben der BOKU University Wien auch die Universitäten Sassari (Italien) und Zagreb (Kroatien) mitwirken. „Dabei besendern wir Gämsen, um herauszufinden, wie Gamspopulationen auf klimatische Veränderungen im Alpenraum reagieren“, erklärt
Hackländer, „außerdem erfahren wir dank der Sender auch, was die Gämse machen und wie sie auf Störungen, beispielsweise durch Skitourer, reagieren.“ Gleichzeitig ließen die Sender Rückschlüsse auf die Populationen zu, „selbst bei Jägern, die ihre Reviere sehr gut kennen, stellt es sich schon mal heraus, dass ihr Standwild ebenso beim Nachbarn als Standwild eingeordnet wird.“ Auf diese Weise lernen auch die Jäger dazu, die bei dem Projekt ohnehin eine wichtige Rolle spielen. Ohne sie wüssten die Wissenschaftler in vielen Gebieten gar nicht, wie es der Gams geht. Außerdem unterstützen die Jäger bei der Besenderung der Wildtiere.
Schutzstrategien entwickeln
Bis zur Entwicklung angemessener Schutzstrategien zum Schutz der Gams und ihres alpinen Lebensraumes wird es noch dauern, aber eine Erkenntnis gibt es schon heute: Wer möchte, dass die Charakterart Gämse ihren Platz in alpinen Lebensraum behält, muss sich in Rücksicht üben und sich auch einmal zurücknehmen. „Das gilt für alle Naturnutzer“, sagt Hackländer.
Drei Jahre lang haben wir im Rahmen des Wildtierprojekts „Blaser Kitz-Retter“ Jäger und Hegeringe leihweise mit Drohnen plus Wärmebildkameras ausgestattet, um sie beim wirksamen Schutz von Niederwild während der Mahd der Grünlandflächen im Frühsommer zu unterstützen. In diesem Zeitraum wurden Hunderte von Rehkitzen, aber auch weitere Wildtiere wie Entengelege oder Junghasen gerettet. Nach dem die Blaser Kitz-Retter zunächst ausschließlich in Deutschland unterwegs waren, haben wir die Drohnen in Folge auch in weiteren Ländern Europa verliehen. Das Projekt wurde 2023 erfolgreich abgeschlossen. Ein neue Naturschutz-Initiative soll folgen.
Der Gartenschläfer ist ein anpassungsfähiger Allesfresser und kommt in vielen unterschiedlichen Lebensräumen zurecht. Trotzdem ist das Tier des Jahres 2023 aus bisher ungeklärten Gründen stark gefährdet. MINOX unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung bei der Suche nach den heimlichen Tierchen.
Der ursprüngliche Lebensraum des Gartenschläfers sind Nadel- und Mischwälder in Bergregionen mit vielen Felsen, einer dichten Strauchschicht und beerentragenden Sträuchern. Als Kulturfolger ist der Bilch heute aber auch in Gärten und sogar in der Stadt anzutreffen. Trotzdem ist das Verbreitungsgebiet des Nagetiers mit der markanten schwarzen Maske in Europa in den vergangenen 30 Jahren um circa 50 Prozent geschrumpft. Aus vielen Regionen ist er gänzlich verschwunden. Die Deutsche Wildtier Stiftung wollte dieser Entwicklung auf den Grund gehen und mit dem Forschungsprojekt „Gartenschläfer – die Suche in Sachsen-Anhalt“ herausfinden, ob und wo der kleine Bilch im Naturpark Harz vorkommt. Zu diesem Zweck hat MINOX der Stiftung eine Auswahl seiner Wildtierkameras zur Verfügung gestellt, die an vielversprechenden Stellen angebracht wurden. Nur wenige Wochen nach Beginn des Projektes konnte bereits ein Erfolg verzeichnet werden – der erste Gartenschläfer war in eine Fotofalle getappt! Kurz darauf folgten weitere.

Ein großer Erfolg für das Forschungsteam und ein Hoffnungsschimmer für die kleinen Bilche. Die Erfassung dient als Grundlage für weitere Maßnahmen, wie die Vernetzung zwischen den Gebieten. Das kann beispielsweise durch das Pflanzen von verbindenden Gehölzstrukturen gelingen. Ein wichtiges Projekt für unsere heimischen Wildtiere, das MINOX auch zukünftig gern mit seinen Geräten unterstützen wird.
Anregungen oder Fragen können gern an verantwortung@blaser-group.com gesendet werden.
Weitere Informationen finden sich in unseren Nachhaltigkeitsberichten.