Aus Verantwortung für die Natur

Das Unternehmensleitbild „Aus Verantwortung für die Natur“ beschreibt unser Selbstverständnis und unsere enge Verbindung zu Jagd und Natur. Wir entwickeln und produzieren hochwertige Ausrüstung für Jagd- und Naturerlebnisse. Darüber hinaus unterstützen wir ausgewählte Projekte zum Schutz von Wildtieren und zur Förderung der biologischen Vielfalt.
Die Jagd hat die Entwicklung und Kulturgeschichte des Menschen wesentlich geprägt. Verantwortungsvoll und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgeübt, kann sie zum Wildtiermanagement sowie zum Arten- und Lebensraumschutz beitragen. Jagdliche Ausbildung und ehrenamtliches Engagement helfen zudem, Wissen über Wildtiere und ihre Lebensräume weiterzugeben. Zugleich ermöglicht die Jagd die Gewinnung von Wildbret aus frei lebenden Wildbeständen.
Zu unserem Verständnis von Jagd gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit Wildtieren, Lebensräumen und natürlichen Ressourcen. Unser Leitbild gibt uns daher Orientierung und motiviert uns, Natur- und Artenschutz in unseren Entscheidungen und Projekten zu berücksichtigen.

Ökologische Verantwortung

Klima

Unser Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen unserer Geschäftstätigkeit langfristig zu reduzieren und, wo möglich, zu vermeiden. Seit 2020 erfassen wir dafür unsere CO₂-Emissionen. Die jährliche Bilanz hilft uns, wesentliche Emissionsquellen zu identifizieren, Maßnahmen abzuleiten und deren Entwicklung nachzuverfolgen. Bis 2045 wollen wir unsere Treibhausgasemissionen durch konkrete Maßnahmen deutlich reduzieren. Dazu zählen nachhaltigkeitsbezogene Investitionen, die Optimierung von Prozessen sowie der Einsatz und die Erforschung alternativer Rohstoffe. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduktion von Emissionen innerhalb unseres eigenen Einflussbereichs.

Biodiversität

Gemeinsam mit unseren Kunden möchten wir zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Dazu gehört auch der Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten. Jäger können hier beispielsweise durch die Bejagung von Waschbär oder Grauhörnchen Maßnahmen zum Schutz heimischer Ökosysteme unterstützen. Gleichzeitig vermittelt die Jagd Wissen über ökologische Zusammenhänge und schärft das Bewusstsein für die Bedeutung geeigneter Lebens- und Ruheräume für Wildtiere.

Soziale Verantwortung

Gemeinsam Großes bewegen. Unsere Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage für unseren internationalen Erfolg und unsere regionale Verankerung. Tag für Tag bringen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung ein und arbeiten gemeinsam an unseren Unternehmenszielen. Dieses Engagement unterstützen wir mit verschiedenen Maßnahmen, darunter Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie unser betriebliches Gesundheitsmanagement #BlaserCare. Auch in unserer Region engagieren wir uns, beispielsweise durch die Ausbildung junger Menschen und die Unterstützung der Bürgerstiftung Isny.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung sind feste Bestandteile unserer Unternehmensphilosophie. Verantwortungsvolles Handeln bildet für uns eine wichtige Grundlage, um wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Belange in unseren Entscheidungen zu berücksichtigen. Persönliche Integrität und die Einhaltung geltender Gesetze haben dabei einen hohen Stellenwert – für Geschäftsführung und Mitarbeiter gleichermaßen. Um mögliche Verstöße frühzeitig zu erkennen, steht ein Hinweisgebersystem zur Verfügung, über das Hinweise vertraulich und anonym eingereicht werden können.

Aktiver Artenschutz

Das Wildtiermanagement auf der Sney Rivier Lodge in Namibia umfasst verschiedene Maßnahmen, darunter die Fütterung von Wildtieren in Dürrezeiten und die Auswilderung gestohlener Pangoline gemeinsam mit der Pangolin Conservation and Research Foundation. Ein besonderer Schwerpunkt liegt seit vielen Jahren auf dem Schutz der Breitmaulnashörner, die dort seit 2008 leben. „Damit wollen wir einen Beitrag zum Erhalt dieser Art leisten“, sagt Lodge-Manager Conway Volek.

Die Schutzmaßnahmen sind mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand verbunden. Eine der eingesetzten Maßnahmen ist das Enthornen der Nashörner. Dabei werden die Tiere von einem Tierarzt betäubt und das Horn fachgerecht gekürzt. „Das ist für das Nashorn nicht schmerzhaft und ähnelt dem Schneiden der Nägel beim Menschen“, erklärt der Berufsjäger, „danach wächst das Horn langsam wieder nach.“

Für die Maßnahmen werden die Nashörner unter anderem mithilfe von Hubschraubern lokalisiert. Im Rahmen des langfristigen Wildtiermanagements konnten bereits Breitmaulnashörner an andere Naturgebiete abgegeben werden.

Unsere weiteren Projekte

Die Blaser Group unterstützt das Gams-Projekt des Intern. Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC). Mit Hilfe von Sendern möchten Wissenschaftler nachhalti­ge Managementstrategien zum Schutz der Gams und ihres alpinen Lebensraumes entwickeln.

Die Gams gerät unter Druck. Dort wo sie von den steigenden Temperaturen be­troffen ist, bleiben ihr nur zwei Optionen: Sie steigt höher und gerät dort an eine wachsende Zahl von Sommertouristen, die dank der Erschließung höher gelege­ner Gebiete u.a. mit dem E-Bike unter­wegs sind. Weicht sie nach unten aus, kommt es dort zu den bereits bekannten Konflikten im Spannungsfeld zwischen Forst und Jagd. Auf die Frage, ob ihr Be­stand gefährdet ist, gibt es auch deshalb keine einfache Antwort.

Datengrundlage schaffen

Ein wichtiger Grund dafür ist die magere Datenlage. „In vielen Gebieten wissen wir gar nicht, wie viele Gämse es gibt, da dort die EU-Mitgliedsstaaten ihrer Zählver­pflichtung nicht nachkommen“, sagt der Leiter der Forschung, Professor Dr. Klaus Hackländer von der BOKU University Wien. Das sei aber die Grundvorausset­zung für ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Management. Zu den säumi­gen Zählern gehöre auch Deutschland. „Dabei schreibt die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) ausdrücklich vor, dass die im Anhang 5 aufgeführten Wild­tierarten, zu denen auch die Gams ge­hört, nur gemanagt werden dürfen, wenn sichergestellt ist, dass durch dieses Ma­nagement der günstige Erhaltungszustand des Bestandes nicht gefährdet ist“, führt der Wildtierbiologe, der auch Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ist, aus. Doch ohne genaue Bestandszahlen ist das naturgemäß schwierig.

Genau hier setzt das auf drei Jahre ange­legte CIC-Forschungsprojekt an, bei dem neben der BOKU University Wien auch die Universitäten Sassari (Italien) und Za­greb (Kroatien) mitwirken. „Dabei be­sendern wir Gämsen, um herauszufinden, wie Gamspopulationen auf klimatische Veränderungen im Alpenraum reagieren“, erklärt

Hackländer, „außerdem erfahren wir dank der Sender auch, was die Gämse ma­chen und wie sie auf Störungen, beispielsweise durch Skitourer, reagieren.“ Gleich­zeitig ließen die Sender Rückschlüsse auf die Populationen zu, „selbst bei Jägern, die ihre Reviere sehr gut kennen, stellt es sich schon mal heraus, dass ihr Standwild ebenso beim Nachbarn als Standwild ein­geordnet wird.“ Auf diese Weise lernen auch die Jäger dazu, die bei dem Projekt ohnehin eine wichtige Rolle spielen. Ohne sie wüssten die Wissenschaftler in vielen Gebieten gar nicht, wie es der Gams geht. Außerdem unterstützen die Jäger bei der Besenderung der Wildtiere.

Schutzstrategien entwickeln

Bis zur Entwicklung angemessener Schutzstrategien zum Schutz der Gams und ihres alpinen Lebensraumes wird es noch dauern, aber eine Erkenntnis gibt es schon heute: Wer möchte, dass die Charakterart Gämse ihren Platz in alpinen Lebens­raum behält, muss sich in Rücksicht üben und sich auch einmal zurück­nehmen. „Das gilt für alle Natur­nutzer“, sagt Hackländer.

Drei Jahre lang haben wir im Rahmen des Wildtierprojekts „Blaser Kitz-Retter“ Jäger und Hegeringe leihweise mit Drohnen plus Wärmebildkameras ausgestattet, um sie beim wirksamen Schutz von Niederwild während der Mahd der Grünlandflächen im Frühsommer zu unterstützen. In diesem Zeitraum wurden Hunderte von Rehkitzen, aber auch weitere Wildtiere wie Entengelege oder Junghasen gerettet. Nach dem die Blaser Kitz-Retter zunächst ausschließlich in Deutschland unterwegs waren, haben wir die Drohnen in Folge auch in weiteren Ländern Europa verliehen. Das Projekt wurde 2023 erfolgreich abgeschlossen. Ein neue Naturschutz-Initiative soll folgen.

Der Gartenschläfer ist ein anpassungsfähiger Allesfresser und kommt in vielen unterschiedlichen Lebensräumen zurecht. Trotzdem ist das Tier des Jahres 2023 aus bisher ungeklärten Gründen stark gefährdet. MINOX unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung bei der Suche nach den heimlichen Tierchen.

Der ursprüngliche Lebensraum des Gartenschläfers sind Nadel- und Mischwälder in Bergregionen mit vielen Felsen, einer dichten Strauchschicht und beerentragenden Sträuchern. Als Kulturfolger ist der Bilch heute aber auch in Gärten und sogar in der Stadt anzutreffen. Trotzdem ist das Verbreitungsgebiet des Nagetiers mit der markanten schwarzen Maske in Europa in den vergangenen 30 Jahren um circa 50 Prozent geschrumpft. Aus vielen Regionen ist er gänzlich verschwunden. Die Deutsche Wildtier Stiftung wollte dieser Entwicklung auf den Grund gehen und mit dem Forschungsprojekt „Gartenschläfer – die Suche in Sachsen-Anhalt“ herausfinden, ob und wo der kleine Bilch im Naturpark Harz vorkommt. Zu diesem Zweck hat MINOX der Stiftung eine Auswahl seiner Wildtierkameras zur Verfügung gestellt, die an vielversprechenden Stellen angebracht wurden. Nur wenige Wochen nach Beginn des Projektes konnte bereits ein Erfolg verzeichnet werden – der erste Gartenschläfer war in eine Fotofalle getappt! Kurz darauf folgten weitere.

Ein großer Erfolg für das Forschungsteam und ein Hoffnungsschimmer für die kleinen Bilche. Die Erfassung dient als Grundlage für weitere Maßnahmen, wie die Vernetzung zwischen den Gebieten. Das kann beispielsweise durch das Pflanzen von verbindenden Gehölzstrukturen gelingen. Ein wichtiges Projekt für unsere heimischen Wildtiere, das MINOX auch zukünftig gern mit seinen Geräten unterstützen wird.

Anregungen oder Fragen können gern an verantwortung@blaser-group.com gesendet werden.

Weitere Informationen finden sich in unseren Nachhaltigkeitsberichten.